Dopamin war in der Natur eigentlich nie als reines Glückshormon gedacht, sondern als Überlebens- und Motivationsmolekül. Es sollte unsere Vorfahren dazu bringen, extreme Anstrengungen auf sich zu nehmen, um am Leben zu bleiben. Es belohnte nicht den Ruhezustand, sondern die Aktion.

Um große Gefahren und Anstrengungen auf sich zu nehmen, die sich jedoch für den Menschen lohnen, wurde viel Dopamin ausgeschüttet.

Beispiel aus der Natur

Bei der Jagd wurde das Dopamin bereits beim Erfassen der Spur eines Tiers ausgeschüttet. Also schon bevor es überhaupt gefangen wurde. Dadurch wurde der Mensch dazu getrieben, stundenlang der Spur zu folgen, ohne überhaupt etwas davon zu haben. Denn eine solche Jagd verlangt dem Körper sehr viele Ressourcen ab, die er auch in andere Dinge investieren könnte.

Nachdem das Tier dann erlegt wurde, wurde die große Dopamin-Belohnung freigesetzt. Diese signalisierte dem Körper, dass sich der Aufwand völlig gelohnt hat und dass er sich dieses Muster für die Zukunft merken muss, da es sein Überleben sicherstellt.