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- “Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt.”
- “Ich warte, bis es passt.”
- “Ich muss noch ein bisschen mehr Erfahrung sammeln.”
Häufig habe ich die obigen Sätze verwendet, um mich vor großen Entscheidungen in meinem Leben zu drücken und habe dabei immer gemerkt, dass ich damit nicht wirklich weit komme. Ich verstecke mich damit hinter einer Art Reife, die mich erst Dinge tun lässt, sobald ich sie tiefgründig verstanden habe bzw. sie ohne Fehler ausführen kann.
In Wirklichkeit sind diese Ausreden nur eine Abbildung meiner Angst und zusätzlich ein ungesunder Weg damit umzugehen. Ich sollte mich nicht davor verstecken, dass ich einige Dinge noch nicht perfekt beherrsche, sondern diese einfach trotzdem probieren, um dem Perfektionismus entgegenzuwirken.
Der perfekte Moment wird nie kommen, wenn man nicht anfängt, einzelne Schritte zu gehen, um sich seinem Ziel zu nähern.
Kritik an The Art of Trying
Dies widerspricht in Teilen dem Konzept The Art Of Trying.
In dem genannten Konzept, geht es darum, dass man, um etwas Neues zu erreichen, sich Stück für Stück in sogenannten “künstlichen Phasen” an das was man erreichen möchte, herantastet. Oft hilft die beschriebene Methode, um sich größeren Zielen zu nähern. Einigen Zielen ist man jedoch schon so nahe, dass man einen entscheidenden Schritt gehen muss, um das Ziel zu erreichen und jedes weitere Aufteilen des Ziels in weitere kleinere Ziele nur ein Weg ist, um sich noch länger davor zu drücken.
Dies ist also, wenn man es genau nimmt, auch nur eine weitere Art, um das eigentliche Ziel möglichst lange vor sich hinzuschieben und es möglichst lange nicht zu versuchen, sondern sich mit anderen Erlebnissen und kleinen Erfolgen abzulenken.
Die große Selbstlüge
Hinter dem Warten steckt oft keine Reife, sondern Angst. Angst vor Ablehnung. Angst zu scheitern. Angst, sich zu zeigen, bevor man “perfekt” ist.
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Wer immer wartet, wird nie losgehen. Und wer nie losgeht, kommt nirgendwo an.
Fragen
Einige Fragen, die man sich selbst stellen kann, um seiner Angst entgegenzuwirken.
- Was würdest du tun, wenn du sicher wüsstest, dass du nicht scheitern kannst? (Und was hindert dich trotzdem?)
- Welchen kleinen ersten Schritt kannst du noch heute gehen - ohne dass alles perfekt ist? (Nicht später. Heute.)
- Was würde dein 80-jähriges Ich über dein Zögern denken? (Und was würdest du rückblickend bereuen?)