Ich sehe das Leben aktuell als eine Art Reise, in der man mehrere Phasen durchläuft. Wie genau diese Phasen aussehen, ist mir nicht bekannt, ich bin mir jedoch sicher, dass es einzelne Phasen gibt. Eine große Phase wäre bspw. die Schulzeit. Es kann sich jedoch auch im kleinere Phasen handeln, wie ein gemeinsamer Urlaub mit Freunden.
Diese Phasen des Lebens formen uns Menschen auf viele verschiedene Art und Weisen. Man lernt neue Leute kennen, es bilden sich Freundschaften und man lernt neue Fähigkeiten dazu. All diese neuen Fähigkeiten helfen einem dann in die nächste Phase überzugehen, bzw. sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Daher sehe ich das gesamte Leben als einen Prozess an. Man ist nie “fertig” mit dem Leben und findet immer etwas, das man noch erleben möchte.
Positives
Das Gute ist, dass diese einzelnen Phasen meistens ineinander übergehen, sodass man sich einfach nur treiben lassen muss.
Das Beispiel, das mir gerade vor Augen schwebt, sind die gemeinsamen Urlaube mit meinen Freunden. Wir haben angefangen, indem wir für zwei Tage auf einem Campingplatz übernachtet haben. In jedem Jahr haben wir länger Urlaub gemacht und sind auch weiter weg gereist bzw. geflogen. Es gab also eine deutliche Steigerung, die aber nur geschehen konnte, weil wir klein angefangen haben. Was in diesem Beispiel deutlich wird, ist, dass wir uns immer wieder steigern wollten, aber dies auch nur konnten, weil wir bereits die Vorstufen des Urlaubs, die vorherigen Phasen, durchlaufen sind.
Dementsprechend funktioniert der Übergang der einzelnen Phasen eigentlich ohne Probleme, wenn man jede Phase vollständig ausnutzt.
Probleme
Problematisch wird es erst dann, wenn sich wichtige Phasen überschneiden oder wenn man Phasen erzwingt und die Phasen nicht kompatibel miteinander sind.
Phasen können sich zum Beispiel überschneiden, indem man ein verpflichtendes Schülerpraktikum neben der Schulzeit beginnt. Dadurch muss man sich gleichzeitig mit der Schulphase und der Praktikumsphase befassen. Man lernt in beiden Phasen wichtige Leute kennen und entwickelt neue Fähigkeiten. So gesehen ist es also nicht problematisch, solange man die beiden Phasen gleichzeitig gut überstehen kann. Sobald jedoch der Wert der einen Phase Überhand nimmt, kommt es zu Problemen im Alltag. Man ist deutlich gestresster, weil man in einer der Phasen den Anschluss verpassen könnte und macht sich Sorgen über das, was noch auf einen zukommt.
Manchmal möchte man aber auch selbst bestimmen, wann man eine Phase durchläuft. Man könnte beispielsweise neben der Schulzeit anfangen zu arbeiten, um sich etwas Geld dazuzuverdienen. Man erzwingt damit eine Phase, um sich in der Zukunft einen Vorteil durch die früher erarbeiteten Kontakte und Fähigkeiten zu verschaffen.
Phasen erzwingen
Wie schon angesprochen benötigt jede Phase eine gewisse Vorbereitung bzw. bedingt andere vorher durchlaufene Phasen.
Wenn man nun also eine Phase erzwingt, dann muss man diese Phase ohne die Vorbereitung bestehen. Wir hätten mit unseren gemeinsamen Urlauben beispielsweise als zweiwöchige Reise starten können, aber hätten dann vielleicht Probleme mit dem Zusammenhalt oder dem Vertrauen gehabt. Man geht also ein Risiko ein, dass die Phase scheitert.
Das Scheitern einer Phase ist jedoch per se nichts schlechtes, denn danach kann man es noch natürlich einmal versuchen. Damit komme ich nämlich zu einem anderen Thema: The Art Of Trying.
Unerreichbare Phasen
Es gibt auch einige Phasen, die man zu einem gewissen Moment nicht erreichen kann. Diese Phasen lassen sich nur erreichen, indem man sich Fähigkeiten aneignet, die man im Normalfall nicht in anderen Phasen des Lebens erlernt.
Viele Phasen, die soziale Fähigkeiten bedingen, zählen hier zu. Gute Manieren sind der Schlüssel, um einen guten Eindruck bei neuen Bekannten zu machen. Man erlernt Manieren jedoch nicht, wenn man diese im Leben nicht explizit beigebracht bekommen hat. Auch ohne gute Manieren kommt man gut durch das Leben, aber einige Phasen, die Situationen, wie beispielsweise gemeinsame Restaurantbesuche mit der Firma beinhalten, bedingen diese Fähigkeit, um sie gut zu überstehen.
So gibt es einige Phasen, die für einige Personen unerreichbar sind, weil ihnen bestimmte Fähigkeiten fehlen. Dies erinnert mich stark an das Thema über den Geschmack der Reichen.
Wichtig ist jedoch auch anzumerken, dass man die meisten Fähigkeiten auch noch später erlernen kann, aber dies dann natürlich Zeit in Anspruch nimmt. Einige Fähigkeiten lassen sich jedoch nur durch das stetige Probieren erreichen. Damit bin ich wieder bei dem Thema The Art Of Trying.